1. Den richtigen Beruf finden

 

Nach der Schule direkt ins Berufsleben durchstarten. Das ist gar nicht so einfach. Zum Glück bieten die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer Trier und die IHK Trier viele Hilfestellungen an. Ob auf den Websiten, als App oder persönliche Ansprechpartner. Wir verraten euch wo ihr was findet.

Die richtige Berufswahl zu treffen ist keinesfalls einfach und nichts ersetzt die persönliche Beratung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz. Aber immer mehr Online-Angebote bieten eine erste Orientierung.
Einen ersten Anhaltspunkt, welche Berufsbilder es gibt, finden Schüler online auf BERUFENET und planet-beruf.de. Die Internetseiten stellen die über 350 angebotenen Ausbildungsgänge vor. Mit der passenden App können im Portal BERUFE.TV Filme über die verschiedenen Ausbildungen angeschaut und einen praxisnahen Blick auf die Berufe geworfen werden. Ist dann erst einmal die Wahl auf einen bestimmten Beruf gefallen, liefert die Jobbörse-App eine gute Möglichkeit, um in der bundesweit größten Online-Stellenbörse nach dem passenden Ausbildungsplatz zu suchen.

Einen Überblick über alle Online-Angebote der Agentur für Arbeit findet ihr auf www.arbeitsagentur.de.

Autor: Agentur für Arbeit

 

 

2. Bewerben - Aber richtig!

 

Das Anschreiben

Unternehmen erhalten eine Vielzahl von Bewerbungen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass ihr mit eurer Bewerbung einen positiven ersten Eindruck hinterlasst. Denn dieser Eindruck entscheidet darüber, ob man mehr von euch erfahren möchte und ihr zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werdet. Es lohnt sich also, hier Sorgfalt und Zeit zu investieren. Grundsätzlich sollten für das Bewerbungsanschreiben eigene Worte gefunden werden und das Schreiben sowohl auf den Ausbildungsberuf als auch auf das Ausbildungsunternehmen abgestimmt sein. Insgesamt sollte es nicht länger als eine Seite sein.
Was an wichtigen Informationen in ein gutes Bewerbungsanschreiben gehört, an was unbedingt gedacht werden muss und was man vermeiden sollte, hat euch die IHK Trier auf der nächsten Seite in einer Checkliste zusammengestellt.

Autorin: Sabrina Lambers, IHK Trier

 

 

3. Checkliste Bewerbungsschreiben ...klick hier.

 

 

4. Das perfekte Bewerbungsbild

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Soweit jedenfalls die gängigen Aussagen. Lasst euch bei davon aber nicht verunsichern.
Sich bei der Bewerbung mit einem optimalen Bewerbungsfoto ins rechte Licht zu rücken, ist keine Hexerei. Vorausgesetzt, ihr beachtet ein paar Grundregeln und überlegt euch vorher genau, welche Wirkung ihr erzielen wollt. Wichtig ist dabei vor allem, dass euer Foto zur angestrebten Ausbildungsstelle passt.

Ein konservatives Bewerbungsporträt eignet sich somit weniger für einen Kreativberuf und umgekehrt. Ein „angehender Bankkaufmann“ wird sich anders für sein Bewerbungsfoto kleiden als ein „künftiger Tischler“. Kostümierung oder theatralische Inszenierung sind aber trotzdem tabu.
Die beste Wahl ist immer, einen Fotograf auszusuchen und dort ein Bewerbungsbild machen zu lassen. Aus seiner Erfahrung heraus, weiß er, was bei einem guten Bewerbungsbild gefragt ist und wie ihr euch am Besten präsentieren könnt.
Außerdem habt ihr so keine Probleme mit der Qualität des Bildes und bekommt es meist direkt in der passenden Größe ausgedruckt.

Auf der Bewerbung sollte das Foto dann mit einem Klebestift befestigt werden. Entweder, wenn vorgesehen auf dem Deckblatt oder auf den Lebenslauf. Dort sollte es entweder oben rechts oder links sitzen. Das kommt auf die Richtung, in die die Nase zeigt an. Faustregel ist hier: Immer in die Seite schauen, nie heraus.

 

Ein gutes Bewerbungsfoto sollte folgende
Punkte erfüllen:

-Gute Fotoqualität
-Richtige Größe: hochkant, 6x4cm oder 9x6cm
-Natürliche Farbigkeit und gute Ausleuchtung
-Körper und Blickkontakt zum Betrachter
gerichtet
-Passende, saubere und faltenfreie Kleidung
-Offenes Lächeln
-Ruhiger Hintergrund

Autor: IHK Trier, Sabrina Lambers

 

 

5. Was gehört in den Lebenslauf?

 

Der Lebenslauf bietet eine der wenigen Möglichkeiten der positiven Selbstdarstellung. In tabellarischer Form erwarten die Unternehmen die wichtigsten Informationen über dich und deine schulische Entwicklung.

 

Er ist aufgeteilt in

 

-Persönliche Daten:
Name, Alter, Geburtsort, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Anschrift

-Schulische Laufbahn

-Weitere Kenntnisse und Qualifikationen:
(Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten, Auslandsaufenthalte und besondere Kurse oder Aktivitäten sollten nicht fehlen, sofern sie für die Ausbildungsstelle wichtig sind)

Autor: Sabrina Lambers

 

 

6. Auch im Gespräch überzeugen

 

Geschafft!  Du gehörst zu dem engsten Bewerberkreis und hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Damit du auch dort glänzen kannst, solltest du ein paar Dinge beherzigen. Auch hier solltest du, wie bei deinen Bewerbungsunterlagen einen guten Eindruck machen. Saubere Kleidung, ein gepflegter Eindruck und vor allem Pünktlichkeit sind unerlässlich.
Dein Handy schaltest du während des Gesprächs am besten aus – So kann kein nerviges Klingeln das Gespräch unter-brechen.
Während des Gesprächs gilt dann vor allem: Sei du selbst. Denn mit Ehrlichkeit hast du die Besten Chancen einen guten Eindruck zu machen, der auch glaubwürdig ist.
Natürlich solltest du dich etwas vorbereiten. Informiere dich über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst und schaue ob es aktuelle Entwicklungen gibt, die wichtig sein können.
Hab auch keine Angst Fragen zu stellen, denn so zeigst du ehrliches Interesse. Denn ein Bewerbungsgespräch ist auch für dich die Chance zu erfahren wie genau die Inhalte deiner Ausbildung im Betrieb aussehen und was von dir erwartet wird. Scheue auch nicht zu fragen ob du dir deinen zukünftigen Arbeitsplatz anschauen kannst. Letztendlich musst nicht nur du den Betrieb überzeugen, sondern auch du musst ein gutes Gefühl haben um dort Deine Ausbildung zu beginnen.

Autor: Sabrina Lambers, IHK Trier

 

 

7. Berichtsheft, Arbeitszeiten, Schule und Co.

 

Teil der Ausbildung ist natürlich die Berufsschule, die auch Grundlage für die Zwischen- und Abschlussprüfung ist. Wird die Schulzeit dann als Arbeitszeit angerechnet? Und was ist ein Berichtsheft und wie führe ich es? All diese Fragen beantwortet die Handwerkskammer Trier auf Ihrer Internetseite. Auch die IHK hat viele Informationen auf ihrer Website und bietet sogar einen Vordruck fürs Berichtsheft zum Download. Auch wie das Ausbildungs- vergütung in eurem neuen Berufsfeld aussieht und welche Chancen ihr später in diesem Bereich habt, könnt ihr dort erfahren.

Tipp: Wer gerne genauere Informationen will, kann sich auch persönlich an die jeweiligen Ansprechpartner wenden. Eine Übersicht findet ihr in unserem Heft auf Seite 88.
Autor: Sabrina Lambers

 

 

8. Wenn es mal schwierig wird

 

Wenn der Lehrvertrag unter Dach und Fach ist und der erste Tag als Azubi in greifbare Nähe rückt, ist das ein Grund zum feiern. Oft weicht dieser Vorfreude jedoch die Ernüchterung, wenn die Ausbildung anspruchsvoller ist als erwartet oder sich die guten Noten in der Berufsschule einfach nicht einstellen wollen. „Der Schritt von der Schule in die betriebliche Ausbildung ist groß und für die meisten Jugendlichen mit vielen Veränderungen verbunden“, erklärt Berufsberater Frank Stange. „Sie finden sich nun in der Arbeitswelt der Erwachsenen wieder, haben mit erfahrenen Kollegen zu tun und müssen sich an neue Unterrichtsfächer in der Berufsschule gewöhnen. Das klappt nicht immer reibungslos.“

Niemand sollte jedoch bei Problemen während der Ausbildung – egal ob sie direkt zu Beginn der Lehre auftreten oder erst zu einem späteren Zeitpunkt – sofort das Handtuch werfen. Auf dem Weg zum erfolgreichen Berufsabschluss unterstützen die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Agentur für Arbeit. Ein spezieller Unterricht zusätzlich zur Berufsschule hilft dabei, Sprach- und Bildungsdefizite abzubauen und theoretische oder praktische Inhalte besser zu erlernen. Durch eine sozialpädagogische Begleitung können auch Schwierigkeiten im Betrieb oder im sozialen Umfeld bewältigt werden. Die ausbildungsbegleitenden Hilfen sind für Auszubildende und deren Lehrbetriebe kostenlos.


Weitere Informationen erhaltet ihr bei der Berufsberatung unter 0800 4 5555 00 oder www.arbeitsagentur.de/trier.


Autor: Agentur für Arbeit

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